| Amonisch-katholische Kirche الكنيسة الكاثوليكية الأيمونية | |
|---|---|
| Kirchenfamilie | Ostkatholische Kirche |
| Liturgie | Amonischer Ritus |
| Kirchenrecht | Eigenständiges Partikularkirchenrecht |
| Papst | Silvester IV. |
| Patriarch | Paul VIII. |
| Sitz | Amon |
| Hauptkathedrale | Patriarchalkathedrale des Hl. Barnabas und des Hl. Basilius des Großen |
| Gründung | Mittelalter (aus Kreuzfahrerkirche hervorgegangen) |
| Mitglieder | ca. 1.100.000–1.300.000 |
| Geistliche | ca. 3.500 |
| Diözesen | 6 Eparchien |
| Amtssprache | Alt-Attlisch (liturgisch), Zedarisch |
Die Amonisch-katholische Kirche (alt-attlisch Ecclesia Catholica Amonensis, zedarisch الكنيسة الكاثوليكية الأيمونية) ist eine eigenständige ostkatholische Teilkirche (sui iuris), die in voller Gemeinschaft mit dem Papst von Valsanto und der universalen katholischen Kirche steht. Sie entstand in Amon und verwendet den amonischen Ritus, der Elemente der valsantinischen und orientalischen Traditionen miteinander verbindet. Alt-Attlisch dient als liturgische Sprache der Kirche.
Die amonische Kirche geht historisch auf die frühchristlichen Gemeinden im Umfeld von Salem zurück. Während der Kreuzzüge des Mittelalters konsolidierten sich diese Gemeinden weiter, wobei sich eine eigenständige kirchliche Hierarchie entwickelte, die westliche und östliche Elemente verband. Die formelle Anerkennung als ostkatholische Teilkirche erfolgte im 18. Jahrhundert. Heute unterhält die Kirche rund 1,2 Millionen Mitglieder, vor allem in Amon, daneben gibt es kleinere Diasporagemeinden im umliegenden Medianikraum.
Das Oberhaupt der Kirche ist der Patriarch von Amon und Nabil, Moran Mor Paul VIII., dessen Sitz sich in Amon befindet. Die wichtigste Kirche ist die Kathedrale des Heiligen Barnabas und des Heiligen Basilius des Großen. Die Kirche betreibt zahlreiche Bildungs-, Sozial- und Gesundheitseinrichtungen und pflegt zudem interreligiöse Beziehungen zu muslimischen, orthodoxen und jüdischen Gemeinschaften.
Geschichte

Die Wurzeln der Amonisch-katholischen Kirche reichen bis in die Frühzeit des Christentums zurück, als das Christentum im östlichen Medianikraum Fuß fasste. Schon in den ersten Jahrhunderten nach Christus existierten christliche Gemeinden in der Region um Amon, die stark von den patriarchalen Zentren in Salem und Mediana beeinflusst wurden.
Während der Kreuzzüge im Mittelalter, als Kreuzfahrerstaaten wie das Königreich Salem im Norden etabliert wurden, konsolidierten sich diese Gemeinden erheblich. Die Bischöfe Theodor I. von Amon (ca. 1120–1154) und Matthäus II. (ca. 1180–1210) waren maßgeblich an der Organisation der lokalen Kirche und der Verbindung zu den anderen Patriarchaten des Ostens beteiligt.
Organisation

Die Amonisch-katholische Kirche ist synodal organisiert und verfügt über eine eigene kirchliche Rechtsordnung. An ihrer Spitze steht der Patriarch, der gemeinsam mit der Bischofssynode die geistliche und administrative Leitung ausübt.
Die Kirche gliedert sich in mehrere Eparchien (Diözesen), die jeweils von einem Bischof geleitet werden. Insgesamt bestehen etwa 6 Eparchien im In- und Ausland.
Der Patriarch wird durch die Synode gewählt und anschließend kirchenrechtlich bestätigt. Er vertritt die Kirche nach außen und wahrt die Einheit mit der Gesamtkirche.
Liturgie und Ritus
Die Amonisch-katholische Kirche verwendet den amonischen Ritus, der Elemente der valsantinischen und orientalischen Tradition miteinander verbindet. Dabei kommt Alt-Attlisch als liturgische Sprache zum Einsatz. Die Liturgie ist überwiegend gesungen und zeichnet sich durch den intensiven Gebrauch von Weihrauch aus. Neben westlicher Sakralkunst spielt die Ikonographie eine zentrale Rolle.
Die Feier der Eucharistie erfolgt in beiden Gestalten von Brot und Wein. Der liturgische Kalender der Kirche vereint östliche und westliche Einflüsse und beinhaltet darüber hinaus eigene Heiligenfeste.
Bevölkerung
Die Amonisch-katholische Kirche stellt die größte christliche Gemeinschaft in Amon dar. Mit einer geschätzten Mitgliederzahl von etwa 1,1 bis 1,3 Millionen Gläubigen gehört etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung dieser Kirche an.
Als Teil einer religiös pluralistischen Gesellschaft und pflegt sie dialogische Beziehungen zu sunnitischen muslimischen Gemeinschaften, orthodoxen Kirchen sowie zu jüdischen Gemeinden. Besonders ausgeprägt ist die interreligiöse Zusammenarbeit im sozialen und karitativen Bereich, wo die Kirche gemeinsam mit anderen Glaubensgemeinschaften Bildungs-, Gesundheits- und Hilfsprojekte initiiert und betreibt.